Goetheborg

22.9.2016 – 23.9.2016 Goetheborg

Ich freue mich darauf, nach so langer Zeit endlich wieder etwas unter Menschen zu kommen. Ich buche ein billiges Hostel für 3 Nächte. Da ich etwas spät am Abend einchecke, sind meine Zimmergenossen bereits alle ausgeflogen. Da es noch etwas früh ist, beschliesse ich kurzerhand, heute mal eine starke unabhängige Frau zu sein, und ganz alleine in eine Bar zu sitzen und ein Bier zu trinken. 🙂 Es braucht viel Überwindung, ich hab dass schliesslich noch nie gemacht. Ich laufe zuerst dreimal bei der Bar vorbei, bevor ich mir einen Ruck geben kann und mich an den Tresen setze. Schon nach ein paar Minuten werde ich an einen Tisch eingeladen. Zwei Männer bestellen mir ein Bier nach dem anderen und da ich seit Monaten nichts mehr getrunken habe, spühre ich den Alkohol ziemlich schnell. Es ist ein lustiger Abend und erst gegen zwei Uhr morgens erreiche ich das Hostel. Dort treffe ich auf Emijl, welcher gerade seine Nachtschicht begonnen hat und nun noch ein paar Stunden an der Reception ausharren muss. Wir kommen ins Gespräch und er erzählt mir dann, wie es dazu kommt, dass er für Kost und Logie in einem Hostel ein paar Stunden arbeitet. Eigentlich ist er auf Reisen, hatte aber das Gefühl, mal wider etwas länger als nur ein paar Nächte am selben Ort zu bleiben. Also hat er übers Internet nach einer Volunteerarbeit gesucht. Ich finde die Idee sehr interessant und verbringe fast den ganzen nächsten Tag in einem Internetcafe, auf der Suche nach einem Volunteerjob in einem Hostel. Ich schreibe diverse Hostel von überall in Europa an, Bukarest, UK, Portugal, Spanien und Budapest. Dabei ist es mir eigentlich ziemlich egal, wohin es geht. Schliesslich will ich ja sowieso noch länger unterwegs sein. Das Hostel Amazigh in Aljezur, Portugal ist das erste, welches mir antwortet. Kurzerhand buche ich für den nächsten Tag einen Flug nach Portugal. Da ich aber von Oslo aus fliege, muss ich baldmöglichst nach Oslo. Also checke ich im Hostel aus, nehme einen Bus nach Oslo und schlage mein Zelt ein letztes Mal für dieses Jahr in Skandinavien irgendwo in der Nähe vom Flughafen auf. Schon morgen gehts ab in den Süden, die Vorfreude auf die Wärme steigt während ich mich frierend bei knappen 7 Grad Celsius in meinen Schlafsack einkuschle.

Schreibe einen Kommentar

Name *
E-Mail-Adresse *
Website

Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.