Aljezur, Portugal
24.9.2016 – 03.11.2016 Aljezur, Portugal
Die Zeit vergeht wie im Flug, fast schon ein Jahr ist es her, seit ich Aljezur verlassen habe. Ich glaube ich habe mich noch nie so schnell in einen Ort verliebt. Schon kurz nach meiner Ankunft fühlte ich mich wie zu Hause, die Menschen sind unglaublich nett und hilfsbereit, die Stimmung ist enspannt und das Meer gleich um die Ecke. Gegen Kost und Logie habe ich 7 Wochen in einem Hostel drei Stunden pro Tag gearbeitet. Meine Arbeitskollegen waren super, Frieda und Tatjana sind mir gute Freundinnen geworden und noch heute hören wir oft von einander. Auch Bernardo, der Manager des Hostels, steckte mit seiner froehlichen Art einfach an.
Der Klimaunterschied hatte mir anfangs etwas zu schaffen gemacht, von nächtlichen Minustemperaturen konnte man hier nur träumen, tagsüber wurde es sogar 35 Grad und wärmer. Bald schon musste ich meine Gardarobe etwas aufstocken, den nur mit 2 Shirts und 2 Paar Unterhosen ist man ständig nur noch am Waschen.
Mein Tagesablauf sah eigentlich immer ein bisschen ähnlich aus. Ausschlafen (klappte irgendwie nie länger als bis um 8.00 Uhr, aber immerhin ;)), dann gabs Frühstück. Meistens zog sich dieses bis fast um 11.00 Uhr, da es fast immer etwas zu disskutieren gab. Entweder giengs um die Dreadlocks von Bernardo, seine Kinder, unseren Tagesablauf oder natürlich die Abenteuer unserer Gäste, welche mehr oder weniger interessant waren. 😉 Da ich fit bleiben wollte, joggte ich meistens ans Meer, was immerhin fast eine Stunde dauerte. Den Nachmittag verbrachte ich irgendwo am Meer mit nichtstun, bevor ich mich wieder auf den Weg nach Hause machte, damit ich pünktlich um 16.00 Uhr meine Schicht an der Reception antreten konnte.
Die Arbeit selbst war sehr einfach und manchmal schon fast etwas langweilig. Ich beantwortete alle Fragen der Gäste und kümmerte mich um ihre Anliegen. Ich machte Check-ins und Check-outs und war gleichzeitig auch der DJ, denn gute Musik war noch nie verkehrt. 😉 Um 19.00 Uhr war meine Arbeit beendet und es gab endlich etwas zu essen. Anschliessend verbrachte ich den Abend zusammen mit den Gästen und meinen Mitarbeiterinnen bei interessanten Gesprächen und ab und zu einem Glas Wein oder Bier.
Nach einigen Wochen lernten wir auch einige Locals kennen, mit welchen ich neue Heute oft Kontakt habe. Freitag Abend war da immer die legendäre Pizza-Party, eine Party irgendwo auf dem Land, welche oft bis zum Morgengrauen andauerte. Natürlich war diese Party dann meistens das Highlight der Woche, obwohl dann meistens der ganze Samstag im Eimer war.. 😉
Nach langem Drängen von meinen Freunden liess ich mich dann auch dazu überreden, eine Surfstunde zu nehmen. Man sagt ja immer, entweder liebt man das Surfen oder man hasst es. Und wie es halt so ist, ich liebte es vom ersten Augenblick an, obwohl es anfangs hauptsächlich darum gieng, mich irgendwie auf diesem Board zu halten.
Die Zeit in Aljezur hat mir so gut gefallen, dass ich ernsthaft überlegte, für die kommende Sommerseason einen Job zu suchen und zu bleiben. Trotzdem habe ich mich aber dann entschlossen, Ende Oktober weiter zu ziehen, Richtung Süden. Da mir immer alle Gäste von Sagres, dem südlichsten Dorf von Portugal, erzählt hatten, beschloss ich, zu Fuss auf dem Rota Vicentina nach Sagres zu wandern, dort ein paar Tage zu bleiben und dann einen Abstecher nach Marokko zu machen. Aber wie es halt so ist, kam alles ganz anders..
Hier noch einer meiner Lieblinssongs, welchen ich wohl immer mit meiner Zeit hier in Aljezur verbinden werde:


















